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Montag, 18. November 2013

Am Ende der schönsten Straße der Welt kam Melbourne

Angespornt vom Großstadtfeeling fuhren wir schnurstracks Richtung Melbourne. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch im "Grampians Nationalpark", dieser liegt an der westlichsten Stelle der "Great Dividing Range" ( Bergkette an der Ostküste Australiens ).

Blick von unser "Raste"


Aufstieg zum Gipfel





Der Aufstieg hat sich auch gelohnt, denn die Aussicht war fabelhaft! 




Die Sicherung war eher asiatisch..nur ein kleines Gitter an der Spitze!



Und ein australischer Termitenigel ist uns auch noch über den Weg gelaufen;)





Weil das erstmal genug Aufregung für den Tag war, fuhren wir zeitig zurück zu unserer Übernachtungsbucht, um am nächsten Morgen früh in Richtung der weltbekannten "Great Ocean Road" aufzubrechen, um dort wiederum u.a. die nicht weniger bekannten "12 Apostels" zu sehen! ;) 

Great Ocean Road





Die Great Ocean Road ist eine 243km lange Straße, die entlang der australischen Südküste grob zwischen Adelaide und Melbourne im Bundesstaat Victoria verläuft. Sie gilt als einer der schönsten Straßen der Welt!
Immer wieder könnte man anhalten und sich auf die unzähligen Strände, die direkt in den vielen Buchten der Küste liegen, legen und sonnen, wenn das Wetter mitspielen würde. Bei uns tat es das nicht sooo richtig, also sahen wir die Buchten mit den einladenden Stränden nur vom Autofenster aus.

Ok der Himmel ist blau, sieht aber wärmer aus als es war;)






Das ein oder andere Mal sind wir dann doch noch ausgestiegen, um uns ein zwei Lookouts anzusehen 




und natürlich die "12 Apostels", von denen nur noch 8 stehen. 

"12 Apostels", der vordere ist vor einigen Jahren zusammengefallen


Hierzu muss man sagen, dass der Name glauben lässt, dass mal 12 Apostels da waren. Dies stimmt so nicht, denn es gab von Anfang an nur 9. Warum es "12 Apostels" heißt, wissen wir jetzt allerdings auch nicht..


Die "12 Apostels" sind 50-60 Meter hohe Kalksteinformationen, die einst mal zum Festland gehörten. Durch die ständige erosive Kraft des Meeres wurden erst Halbinseln und dann nur noch diese einzelnen Kalksteinformationen gebildet.



Die Strasse führt meist direkt an der Küste entlang




Eine Nacht verbrachten wir ungefähr auf der Hälfte der Strecke, quasi im nirgendwo, um dann am nächsten Abend
auf einer großen Raststätte ca. 30 km
entfernt von Melbourne zu übernachten, auf der wir dann auch die "Free Hot Showers" genossen;) Der Reiseführer versprach uns viel von Melbourne!!!!!!
Der Botanischen Garten solle schöner sein als der in Sydney und die Metropole solle Szenetreff für alle Altersklassen sein. Und sowieso stehe Melbourne in direktem Konkurrenzkampf mit Sydney und daher solle es viel zu sehen geben. 
Also, die Erwartungen waren groß! :)
So fuhren wie morgens, nach einem "kurzen" Gespräch mit zwei deutschen Mädels mit 45minütiger Verspätung (Lena hatte mit den beiden Mädels anscheinend ihren Redebedarf gestillt) los in die Innenstadt Melbournes. 
Dies war dann auch wieder ein anderer Schnack als in Adelaide, da wir hier Mautstraßen vor uns hatten und diese natürlich gekonnt umfahren wollten. 
Also ab geht's durch die kleinen Nebenstraßen bei denen man, war ja klar, nieeeee rechts abbiegen konnte *_* 
So irrten wir ein wenig herum, bis wir einen geeigneten Parkplatz gefunden hatten. 
Natürlich, wie nicht anders erwartet, mit Parkuhr*_* 
Da es sich mit leerem Magen nicht so so gut die Stadt erkunden lässt, gabs noch "schnell" Mittagessen:) 
Unser Parkplatz lag direkt an einer großen Kirche, die wir dann auch gleich mal besichtigten.




Normalerweise sind wir nicht die großen Kirchengänger, doch diese Kathedrale war schon beeindruckend, mit ihren hohen Decken und den großen bunten Fenstern mit Bildern der Geschichte Christi. 





Die Stille und der Hall, wenn doch mal jemand etwas lauter sprach, waren schon etwas mystisch!


Nach dem kurzen Einblick in die Kirche gingen wir direkt in Richtung Botanischen Garten, der so groß angepriesen wurde.
Da das Wetter hier seit Tagen nicht so dolle war, kam uns das kostenlose Tropenhaus gerade recht. 



Hier fand man wirklich tropische Temperaturen und Jungelpflanzen vor, selbst unsere Kamera ist durch den plötzlichen Temperaturanstieg beschlagen.

Der botanische Garten


Das war's dann aber auch und den Rest des Parks fanden wir nun ja, auch nur geht so:S


Also zog es uns direkt in die Innenstadt, mal sehen was dort so abgeht?

Die City war dann schon mehr unser Ding




und man muss sagen, Melbourne hat coole kleine Gassen, in denen dicht an dicht kleine Boutiquen und Cafés zum Bummeln und schlemmen einluden.

Viele kleine Gassen in Melbourne

Auch wir suchten uns ein schickes kleines Café aus, welches Heizstrahler, ja ihr lest richtig, angebracht hatte, sodass wie draußen sitzen konnten ohne zu frieren;) 
Hier sah man schon mehr die verschieden gestylten jungen Menschen, ähnlich des Schanzenviertels, an einem vorbei schlendern:)
Da wir ja so "zeitig" los gekommen waren, wurde es schon langsam dunkel und wir machten uns auf den Weg zur 30km entfernten Raststätte, da absolut kein "Wildcamping" Platz für uns zu finden war...
Den nächsten Tag fuhren wir zeitiger in die Innenstadt und besuchten dort das "Shrine of Remembrance" und schlenderten noch mal durch die City. 

Shrine of Remembrance


Ausblick auf Melbourne vom "Shrine of Remembrance"


Solche Autos fahren hier rum..

Da das Wetter hier nicht so gut war, wir hatten jeden Tag Regen und so um die 18 Grad, entschieden wir nicht Richtung Küste und damit gen Sydney zu fahren, sondern durch die "Alpen" Australiens den "Snowy Mountains"! 
Gesagt getan und am selbigen Abend standen wir irgendwo Richtung den Mountains an einer Raststätte und übernachteten dort.

Sonntag, 10. November 2013

Endlich wieder Zivilisation, Adelaide und deutsche Wurst..

Endlich wieder Zivilisation! 
Wenn auch nur in der Form eines kleinen Dörfchens namens "Ceduna". 
Der Ort war allerdings wirklich nicht schön und es lebten doch recht viele, sehr arme Aborigines auf der Straße. 
Wir hatten eh nur vor, hier eine Nacht auf einem Campingplatz zu verbringen, um wieder mal etwas zu sparen. Klingt doof, ist aber so:)
Fährt man so viele Kilometer und kann nur an den total überteuerten Roadehouses tanken - $2 pro Liter - sind $30 für eine Nacht nichts ;-)
Und die Wäsche musste zum Leidwesen Manu's, ja auch mal wieder gemacht werden *_* 
Da uns diese Region nicht so anschockte und man nicht sehr viel machen konnten, außer man hätte mal eben $600 über, um in einem Käfig mit dem weißen Hai zu tauchen, war es schnell beschlossene Sache, in zwei Tagen in Adelaide anzukommen. 
Gesagt getan, 600km durchgezogen und schon waren wir da. 
Tja, was für eine Stadt stellt man sich unter dem Namen "Adelaide" vor? 
Was uns als erstes in den Sinn gekommen war, war irgendwie altbacken, also mit niedlichen viktorianischen angehauchten Häusern und wenig Neumodernes. 
Falsch gedacht, Adelaide ist eine ziemlich coole Stadt! 
Wir waren dort im schönen Botanischen Garten mit riesen Rosengarten




kostenlosem Tropenhaus 



Kakteen Garten

und einem kleinem Teich mit Entenfamlien;) 

Sowieso gab es hier immer mal große Grünfläche und Parks. 
Der "Eingang" zur City, war eine kleine Straße, in der sich Cafés Reihe an Reihe tummelten, in denen man draußen sitzen konnte, um das quirlige Straßenleben zu beobachten. 
Zwischendrin Bar's mit Balkon in viktorianischen Stil, von denen laute Musik tönte. 
Ging man nun weiter die Straße entlang, gelang man in die sogenannte "Rundle Mall". 
Hier könnte man denken, es handele sich um ein überdachtes Einkaufszentrum, ist es aber nicht.
Es ist eher eine autofreie Zone mit kleinen Gassen, in den sich wiederum Geschäft an Geschäft tummelten. 

Gerade nicht viel los..Geschäfte hatte schon geschlossen:)

Solche Arcaden gingen überall ab

Geschlafen hatten wir immer ein Stück außerhalb auf einem Sportplatz. 
Und gefrühstückt wurde dann immer am Strand mitten in der Stadt:)

Leider war es nicht warm genug zum baden.

Da uns Adelaide so gut gefiel und wir passend am Wochenende da waren, überlegten wir uns doch mal wieder etwas feien zu gehen. 
Nur wie in die Stadt kommen?? Zu Fuß war es zu weit..
Also ganz dreist direkt in die City gefahren, einen Parkplatz gesucht, der ab 18 Uhr kein Ticket mehr braucht und auf die Lauer gelegt, um einen der beliebtesten Parkplätze direkt vor der Eingansstraße mit den vielen Cafés zu bekommen. 
Kurz vor 20 Uhr, ab da an konnte man umsonst parken, hatten wir auch den ersehnten Parkplatz;) 
Mit top Ausblick auf die gegenüberliegenden Bars saßen wir vorne, klappten die Mittelkonsole um, stellten die Gläser und was man sonst noch so braucht nach vorne und los ging das so beliebte vorglühen. 


Um so später die Stunde, um so lustiger die Stimmung... ;)
So ging es dann gegen 00:00 Uhr los Richtung Clubs. Auf dem Weg noch n jungen Asiaten angesprochen, mit diesem denn ins Gespräch gekommen und erfahren, dass er aus Borneo kommt, hier studierte und dann wieder zurück möchte. Und ganz nebenbei einen Tip bekommen, wo Nachts hier am meisten abgeht. 
Leider gibt es seit einem Monat hier das Gesetz, dass man ab 3:00 Uhr nicht mehr in Clubs kommt. Hast du also Eintritt in dem einem Club bezahlt und gehst noch mal weiter in einen anderen, kommst du selbst in dem Club, in dem du Eintritt gezahlt hast, nach 3Uhr nicht mehr rein *_* 
Da wir ja nun super zeitig los gekommen sind und quasi gleich in den ersten Club gegangen waren, hatten wir ca. 30min um noch mal schnell zu schauen, ob in einem anderen Club mehr geht. 
Dabei hatten wir das nette Vergnügen, mit einer halb nackten 20jährigen zu quatschen, die uns ihre halbe Lebensgeschichte erzählte und uns auch noch mal nett darauf hinwies, dass wir in knapp 30min. nicht mehr in unseren oder irgend einen anderen Club kommen würden. Das Angebot doch einfach mit ihr in den Club "Darkroom" zu kommen, lehnten wir aus einem uns jetzt nicht mehr ersichtlichen Grund ab. Also ging's wieder zurück um dann um ca. 6 Uhr völlig fertig am Van anzukommen. 
Gelungene Nacht;) 
Am nächsten Tag hatten wir richtig Glück mit dem Wetter und so fuhren wir zum ausnüchtern direkt an den Strand:)
Leider gibt es in diesem und in den kommenden Blogbericht keine "Partyfotos" mehr, da unsere kleine Digicam den Geist aufgegeben hat *_* 

Mit klarem Kopf und Verstand ging es dann am nächsten Morgen Richtung "Hahndorf", klingt irgendwie deutsch, ist es auch. ;-) 
Hahndorf ist ein kleines 1800 Seelendorf, welches 1838 von 187 deutschen Auswanderern geründet worden ist. Das Dorf nannten sie nach dem Kapitän Dirk Meinhertz Hahn, der sie sicher nach Australien brachte.


Das Dorf ist für seine deutschen Spezialitäten bekannt. Es war Sonntag und einiges los.
Und so gab es auch für uns so einiges zu sehen und vor allem zu essen:) 




Ein fetter Wurstteller für zwei durfte es sein. 
Mit jeglicher Art von Wurst, wie zum Beispiel, Wiener Würstchen, Bratwurst, Bockwurst, Käsewurst( iiii, die hat nur Manu gegessen ) ein fettes Stück Kassler, Sauerkraut und Kartoffelpüree hhhmmmhh mehr geht nicht! 


Doch,es geht noch besser, denn der Oberhammer kommt ja noch. Nach dem sehr "reichhaltigem" Essen, ging es weiter das Dorf erkunden. Wir kamen an einem kleinen Tante Emma Laden vorbei, in dem es alles gab was das deutsche Herz begehrt und erst recht unseres.... Lakritz!!!!! 


Wie lange haben wir keine sauren Fische, Schulkreide und wer kennt sie nicht, Vampire gegessen... Unendlich lange!!
Und so deckten wir uns auch mit so mancher Tüte Lakritz ein. Selbst Maggi Fix und Knorr Fix Tüten hingen hier im Regal. 


Nach diesem gelungenem Tag, suchten wir uns eine Raststätte auf dem  High Way Richtung Melbourne. To the next big City;)